5. Inspiration in der Umgebung suchen
Wusstest du, dass ich immer einen Block mit Stift oder mein IPad mit mir rumschleppe. Man weiß ja nie, wann die Kreativität vorbeischaut und lossprudelt. Oft ist es doch, wenn man gar nicht damit rechnet. Wenn der Kopf frei ist. Wenn man sich wohlfühlt, keinen Druck verspürt. Bei mir ist das ja ganz oft in der Natur so. Manchmal musst du deinen Platz aber auch gar nicht verlassen. Schau einfach mal aus dem Fenster, inspiriert dich etwas in deiner Wohnung. Sitzt du vielleicht gerade im Bus oder in einem Café? Dann beobachte einfach mal das Treiben um dich herum und vielleicht wirst du schon bald von der Muse geküsst. Zeichne vielleicht einfach Gegenstände, die du siehst, die Umgebung oder das Szenario, was sich gerade abspielt.
6. Inspiration bei anderen holen
Hol dir Inspiration bei anderen. Gerade auf Social Media gibt es so unglaublich tolle Bilder. Folge deinen Lieblingskünstlern oder einfach anderen Sketchnotern und Co. und speichern dir Bilder, die dir besonders gut gefallen, ab. Wenn du jetzt zum Beispiel eine Geburtstagskarte zeichnen musst, erinnerst du dich vielleicht an eine tolle Karte, die du mal gesehen hast. Nimm dir diese Karte als Inspiration und mach dein ganz eigenes Ding draus. Am besten schaust du dir die Karte gar nicht nochmal an, sondern zeichnest einfach das, was dir in Erinnerung geblieben ist, in deinem eigenen Stil. Auch das in natürlich Übungssache und wird nach und nach immer besser klappen. Und so entwickelst du gleichzeitig deinen ganz eigenen Zeichenstil.
7. Einfach ins Tun kommen
Für uns ist das Wichtigste, um kreativ zu werden, einfach anzufangen und ins Tun zu kommen – ganz ohne Stress. Ja, ich weiß, dass ist einfacher gesagt als getan. Aber für uns ist es der Schlüssel zur Kreativität. Der passende Schlüssel für deine Tür in dein ganz eigenes kreatives Universum der endlosen Ideen. Du musst ihn nur noch ins Schloss stecken und drehen. Schon kannst du eintreten und dem Einfallsreichtum hallo sagen, der Phantasie ein High Five geben und dich an deiner Kreativität bedienen. Vielleicht denkst du jetzt gerade „Ja, danke, hilft mir gar nicht!“, dann kommen hier drei Techniken, um ins Tun zu kommen: Abzeichnen, Funny ABC & Lieblingsmotive entwickeln (mehr unter Punkt 8, 9 und 10). Es hilft aber auch schon, wenn du einfach in Alltagssituationen, in denen du eine Hand frei hast und nicht deine volle Aufmerksamkeit gefordert ist, einen Stift in die Hand zu nehmen und drauf los zu kritzeln – zum Beispiel bei einem Telefonat.
8. Abzeichnen ist erlaubt
Ich finde es schade, dass bei vielen Menschen – vor allem in der Künstler Szene – der Glaube verankert ist, dass Abzeichnen ganz furchtbar ist. Woher kommt das eigentlich? Wenn ich mir so manche Instagram Reels anschaue, habe ich das Gefühl, dass alle den gleichen „Wie mache ich ein einzigartiges Reel“- Ratgeber gelesen haben. In diesem Fall ist nachahmen wohl erlaubt. Aber bloß nicht abzeichnen. Sonst kommt die Sketchnotes-Polizei und entzieht dir lebenslang die Lizenz zum Zeichnen. Denn du hast den hippokratischen Eid der Sketchnoter gebrochen. Du hast eine der 7 Kunstsünden begannen und wirst jetzt aus dem Sketchnotes-Paradies verbannt.
Nein, jetzt aber mal ernsthaft! Vorab möchte ich natürlich sagen, dass du niemals Bilder oder auch Teile eines Bildes komplett abzeichnen solltest, um diese zu veröffentlichen. Wenn du aber nur für dich zeichnest, ist abzeichnen oder nachmalen oft eine super Starthilfe. Du möchtest zum Beispiel ein Tier zeichnen – sagen wir mal einen Löwen. Beim ersten Mal zeichnest du diesen komplett ab oder nach. Paust ihn vielleicht sogar durch. Beim nächsten Mal nimmst du eine andere Vorlage. Beim fünften Mal schaust du, was würde ich anders zeichnen. Und beim zehnten Mal kommt vielleicht schon dein ganz eigener Löwe aus dem Stift aufs Papier gesprungen und brüllt dich an. In meinen Kursen zeichnen meine Kunden ja auch anfangs meine Bilder nach. Und glaub mir nach und nach – bei einem geht es ganz schnell, der andere braucht vielleicht Monate – entwickelt sich bei den Meisten ein ganz eigener, wundervollen Zeichenstil.
9. Funny ABC zeichnen
Einer meiner Tipps, um in den kreativen Flow zu kommen ist: Sketche das Alphabet. Und zwar Buchstabe für Buchstabe. Nimm dir jeden Tag einen Buchstaben vor und zeichne alles was dir zum Beispiel zum Buchstaben A einfällt. Stell dir folgende Fragen:
Gibt es Obst oder Gemüse mit dem Buchstaben?
Berufe?
Körperteile?
Länder?
Fahrzeuge?
Tiere?
Musikinstrumente?
Steht was in der Gegend rum, was mit dem Buchstaben anfängt?
Alles was dir in den Sinn kommt, wird gezeichnet. Das ist wirklich eine mega gute Übung, um ins Tun zu kommen und kreativ zu werden. Dabei ist es absolut nicht verboten, sich einen Begriff auszudenken und wenn man nicht weiß, wie man diesen Begriff zeichnen kann, sich ein Bild rauszusuchen. Trenn dich bitte von dem Gedanken, dass das alles immer aus deinem Kopf rauskommen muss – vor allem beim ersten Mal. Das ist bei uns auch nicht so, bis heute! Aber je mehr man übt und je mehr Dinge man schon gezeichnet hat, desto besser funktioniert es, ohne sich vorher ein Bild anzuschauen.
In meinem Online Sketchnotes Club – der Funny Sketchnotes World – haben wir daraus eine Challenge gemacht und alle haben ihr persönliches Funny ABC zur gleichen Zeit gezeichnet. Was da für unglaublich kreative Bilder gezeichnet wurden.. Wahnsinn!
super. danke. das habe ich mal wieder gebraucht.jetzt: umsetzen😃